Systemische Familientherapie

Die Systemische Familientherapie ist ein anerkanntes Therapieverfahren, welches sich an Kinder, Jugendliche und Eltern richtet. Die Systemische Familientherapie wird insbesondere dann angefragt, wenn einzelne Familienmitglieder das Klima innerhalb ihrer Familie als belastend wahrnehmen.
Die Systemische Familientherapie unterscheidet sich von anderen Therapieformen vor allem dadurch, dass die wahrgenommene Belastung nicht als das Problem eines einzelnenFamilienmitgliedes verstanden wird, sondern als eine Beziehungs- sowie Kommunikationssackgasse, an der das gesamte Familiensystem beteiligt ist. 
Das gezeigte Problemverhalten wird dabei im systemischen Ansatz immer schon als fehlgeschlagener Lösungsversuch für eine Verbesserung der innerfamiliären Beziehung sowie Kommunikation verstanden. 
Gerade weil im Systemischen Ansatz die wahrgenommene Belastung als ein fehlgeschlagener Lösungsansatz  betrachtet wird, an dem das gesamte Familiensystem beteiligt ist, wird innerhalb der Therapiesitzungen auch möglichst mit der gesamten Familie gearbeitet. Ziel dabei ist es, die jeweiligen Wahrnehmungen, Sichtweisen und Vorannahmen des Anderen nachvollziehen zu können sowie seinen eigenen Ausdruck zu verleihen um ausgehend hiervon wieder eine erfüllende innerfamiliäre Beziehung und Kommunikation gestalten zu können. 
Eine Systemische Familientherapie findet in der Regel alle 4 Wochen statt und dauert zwischen 60-90 Minuten.


Elterncoaching

Es ist nicht unüblich, dass Kinder und Jugendliche teils eine derart starke und anhaltende Verweigerungshaltung einnehmen, dass Eltern/Erziehende sich in ihrem erzieherischen Auftrag hilflos und alleingelassen fühlen. 


Zu den klassischen Konfliktthemen gehören zum Beispiel:

  • Schulverweigerung 
  • Rückzugsverhalten
  • Abgängigkeit von Hause
  • Verbale sowie körperliche Gewalt


Eltern investieren in solchen Fällen oft ihre gesamte Kraft in die Auseinandersetzungen mit ihrem Kind und versuchen dabei  über Sanktionen und schier endlose Diskussionen und Streitereien einen Verhaltensveränderung zu erzielen; dies oft um den Preis völliger Selbstaufgabe bei sich zuspitzender Eskalation.
Das Systemische Elterncoaching wurde entwickelt, um einen (schnellen) Ausweg aus o.g. Eskalation zu finden. Im Fokus des Systemischen Elterncoachings steht dabei die Wiedererlangung Elterlicher Autorität durch ein radikales elterliches Beziehungsangebot, welches sich nicht vom Verhalten des jeweiligen Kindes abhängig macht.
Im Systemischen Elterncoaching versteht sich der Elterncoach in erster Linie als „elterlicher Anwalt“ und erarbeitet gemeinsam mit den Eltern/einem Elternteil die jeweiligen Interventionen, damit Eltern durch Beziehung ihre Elterliche Autorität wiedererlangen.  
Das Elterncoaching dauert in der Regel zwischen 4-8 Sitzungen, wobei zwischen den jeweiligen Sitzungen ein Abstand von mindestens 2 Wochen liegen soll; die jeweiligen Sitzungen dauern zwischen 60-90 Minuten.